Mein Balkon der Wahrheit

Ich schreibe in meinem Tagebuch und blicke, auf dem Balkon sitzend, über die Berglandschaft inmitten derer ich sitze. Hinab auf das Tal und die Dörfer, hinauf auf die Bergspitzen, Pässe und Gipfelkreuze. Ich sitze hier schon seitdem ich ein kleines Mädchen bin. Klar, nicht durchgehend. Aber beständig. Das hier ist der Ort an den ich…

Es tut nicht mehr weh

Ich sitze in der U6 auf dem Weg Richtung Karlsplatz und muss davor noch irgendwo umsteigen. Schwedenplatz vermutlich. Draußen zieht das grauslich-schöne Wien an mir vorbei und als sich jemand an mir vorbei Richtung Tür drückt und ich seinen Rucksack in mein Gesicht gedrückt bekomme fühle ich mich fast ein kleines bisschen zuhause. Haller singt…

Gefühlt sind sie alle weg

Blog-schmerz. Ich glaub das gibt’s. Fühlt sich nach gebrochenem Herz an. Nach sowas wie Liebeskummer. Gefüttert von der Nostalgie vergangener bunter Blogtage und Verlassensängsten. Im Dorf ist es ruhig. In meinem Leben nicht unbedingt, aber auch. Irgendwie bringt es mich zum Schweigen. Das hier. Auch wenn Dinge passieren, ich schreibe sie nicht mehr auf. Nicht…

Warum ich dir nicht zurückgeschrieben habe

An dem Tag an dem ich den Drive-In Text schreibe, schreibt er mir gegen Mitternacht. Etwas Harmloses. Ob das im Zusammenhang stehen mag weiß ich nicht. Your daily dose of hilarious memes oder so ähnlich, schreibt er. Ich weiß es nicht mehr. Dann einen Link. Zu einem Meme. Ich weiß nicht mehr was es für…

Erkenntnisse am Drive-in

Ich habe einen neuen Laptop und ein neues Handy. Ich sage das deswegen, weil ich im Laufe der Installierungen natürlich wieder WordPress parat haben wollte um wann immer mich die Muse küsst, oder drängt, schreiben zu können. Ich googlete also meinen eigenen Blog. Als „Fremdzugriff“. Er kam auch sofort. confidentcontradiction- stand dort. Und dann gleich:…

This is where it ends (happily ever after).

Wie ich das hier schreibe stehe ich in meiner leeren Uni-Stadt Wohnung. Für ein paar Stunden gehört sie mir noch, diese nun fast kalt wirkende Heimat, die ich hier nicht direkt gefunden, aber mir erschaffen habe. Es ist ein komisches Gefühl nun hier zu stehen und zu wissen, dass dieser Abschnitt meines Lebens wirklich vorbei…

Whatever brings all the boys to the yard

Wir schreiben Freitag den 5. Mai. Unter meinen amerikanisch-mexikanischen Freunden auch bekannt als Wir treffen uns also und trinken selbstgemachte Mohitos und ekligen Tequila, essen Tacos und Nachos mit hausgemachter Guacamole nach einem Rezept von irgendjemandes Oma, einen seltsamen Salat der nur aus Tomaten und Gurken (oder waren es Paprika?) besteht und tragen keine Sombreros….

Ein Spaziergang mit dem Froschprinzen

Schon lange hatten wir mal gemeint, dass wir uns wieder sehen. Ich weiß auch nicht warum es so lange gedauert hat bis ich Zeit hatte. Und Lust. Irgendwie finde ich das auch gut. Ich hatte auch früher Stress und nicht unbedingt mehr Zeit. Aber ich machte Zeit für ihn. Für ihn war Zeit. Immer. Aber…

365 Tage

Ich sitze mit einer Freundin in einem kleinen dänischen Café und schaue durch die halb angelaufenen Scheiben nach drausen in das Grau der Stadt Kopenhagen und atme Lebensgeist und kühle Luft in die Tasse Tee an meinen Lippen, die ich mit meinen beringten Fingern umklammere. Es riecht nach Kaffee, Tee, Plätzchen, Zimt und Vanille und…

Einer von den Guten

„Der Roland ist einer von den Guten“, sagte mir meine Freundin Alex, damals als ich gerade 17 Jahre alt war und ich zu verstehen begann, dass dieser ominöse Roland mit den längeren Haaren und den schönen Händen, wohl Interesse an mir hatte. „Der Roland ist ein Lieber.“, versicherte sie mir und das bedeutete etwas. Damit…