Das Ende meiner Lyrik

Heute. Heute, an diesem Tag im Juli 2019, habe ich den letzten Punkt meiner Bucket-List abgehakt. Nicht irgendeine Millenial-Travel-Liste, à la: Halo. I bims 1 travelerin. Nein. Das hier war die Bucket-List zu dir. Aus San Francisco bekam ich die vorletzte Ansichtskarte von dir. Natürlich mit der Brücke. Jahrelang hing sie mit hundert anderen Urlaubskarten…

In den Geburtstag schweigen

Letztes Jahr um ganz genau diese Zeit lag ich in einem anderen Bundesland, in einem ganz anderen Ort und Fleck meines Österreichs, unter viele Decken eingemauert, unter meinen von Schnee verdeckten Dachfenstern und weinte. Ich weinte mich in meinen 25. Geburtstag hinein. So richtig. So ganz furchtbar roh und tief schluchzend. Es fühlt sich damals…

Komm, Baby, Komm

Afrika und ich, das war eine Liebesgeschichte schon seitdem ich denken kann. Falsch: seitdem ich träumen kann. Und irgendwann machte ich mir meinen Traum einfach wahr. Es ist der Sommer vor ein paar Jahren und den Sand unter unseren Füßen gibt es schon länger als wir Menschen uns Geschichten erzählen. Was ich nicht erahnen konnte…

Wann beginnt die Nacht?

Ich frage mich, wie ich hier so in meinem Wohnzimmer und später in meinem Arbeitszimmer sitze, wann denn eigentlich die Nacht beginnt. Draußen ist es dunkel, die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht. Aber ob es Nacht ist, ist für mich trotz alledem irgendwie noch nicht geklärt. So wie zwischen uns noch recht viel nicht geklärt…

Es ist Sommer.

Es ist Sommer und wir sind am See. Ich bin noch ein bisschen unsicher wie das mit dem Paar-sein funktionieren soll. Falsch. Ich bin unsicher wie das mit uns funktionieren soll. Wieder falsch. Ich bin mir nicht sicher, ob es funktioniert. Noch bevor es überhaupt zu einem wie kommt. Die Frau an der Kasse zu…

Whatever brings all the boys to the yard

Wir schreiben Freitag den 5. Mai. Unter meinen amerikanisch-mexikanischen Freunden auch bekannt als Wir treffen uns also und trinken selbstgemachte Mohitos und ekligen Tequila, essen Tacos und Nachos mit hausgemachter Guacamole nach einem Rezept von irgendjemandes Oma, einen seltsamen Salat der nur aus Tomaten und Gurken (oder waren es Paprika?) besteht und tragen keine Sombreros….

An was ich mich erinnere #10

Die Beine meiner Oma sind krumm. Ich starre fasziniert auf die Fußabdrücke die sie mit ihren an sich kleinen Füßen in ihren riesigen, klobigen Wanderschuhen hinterlässt. Der mit Moos bewachsene Hang, mitten im Wald, in dem sie aufgewachsen ist, lässt sich von ihr nicht mehr so beschwingt erklettern wie das in ihrer Jugend der Fall…

An was ich mich erinnere #9

Es ist spät in der Nacht. Ich stolpere fast aus dem letzten Lokal in dem unsere Mädchenrunde jetzt noch war. Mädchenrunde nicht deswegen weil wir prinzipiell ohne Männer feiern gehen, sondern weil es sich um einen Junggesellinnen-Abschied handelt. Gute 5 Stunden (oder länger? Vermutlich länger) sind wir durch unsere Altstadt gelaufen, haben Geld gesammelt, Spiele…

An was ich mich erinnere #8

Ich breche nach Israel auf. Du bist nicht dabei. Das war mir eigentlich wichtig, aber jetzt habe ich soetwas wie Angst vor meiner eigenen Courage. Was bin ich schon ohne dich? Was kann ich schon ohne dich? Alles ist fremd (geworden) ohne dich. Ich bin mir fremd geworden, ohne dich. Du bist ja immer da…

An was ich mich erinnere #8 Der Lapdance

„Eigentlich müsste man zu diesem Lied jetzt tanzen.“, schmunzle ich zwischen unseren Küssen. Ich sitze auf deinem Schoß und deine Hände sind an meinem Arsch. Es geht ganz schön zur Sache, ohne dass es dabei wirklich zur Sache geht. Atemlos durch die Nacht, noch bevor Helene Fischer davon sang. „Müsste man dazu tanzen, oder müsste…