Das Ende meiner Lyrik

Heute. Heute, an diesem Tag im Juli 2019, habe ich den letzten Punkt meiner Bucket-List abgehakt. Nicht irgendeine Millenial-Travel-Liste, à la: Halo. I bims 1 travelerin. Nein. Das hier war die Bucket-List zu dir. Aus San Francisco bekam ich die vorletzte Ansichtskarte von dir. Natürlich mit der Brücke. Jahrelang hing sie mit hundert anderen Urlaubskarten…

Komm, Baby, Komm

Afrika und ich, das war eine Liebesgeschichte schon seitdem ich denken kann. Falsch: seitdem ich träumen kann. Und irgendwann machte ich mir meinen Traum einfach wahr. Es ist der Sommer vor ein paar Jahren und den Sand unter unseren Füßen gibt es schon länger als wir Menschen uns Geschichten erzählen. Was ich nicht erahnen konnte…

Erkenntnisse am Drive-in

Ich habe einen neuen Laptop und ein neues Handy. Ich sage das deswegen, weil ich im Laufe der Installierungen natürlich wieder WordPress parat haben wollte um wann immer mich die Muse küsst, oder drängt, schreiben zu können. Ich googlete also meinen eigenen Blog. Als „Fremdzugriff“. Er kam auch sofort. confidentcontradiction- stand dort. Und dann gleich:…

Küssen ist (nicht) nur ein (Schau)Spiel

„Wie ist das eigentlich?“, fragt mich eine Freundin, als wir gemeinsam auf dem Dach ihres WG-Hauses sitzen und Bier trinkend in die Nacht hinaus starren. Vorhin sind wir über das Dachfenster ins Freie geklettert und in Anbetracht der Tatsache, dass das eigentlich keine wilde Kletterei war, bin ich viel zu stolz auf mich es hier…

An was ich mich erinnere #10

Die Beine meiner Oma sind krumm. Ich starre fasziniert auf die Fußabdrücke die sie mit ihren an sich kleinen Füßen in ihren riesigen, klobigen Wanderschuhen hinterlässt. Der mit Moos bewachsene Hang, mitten im Wald, in dem sie aufgewachsen ist, lässt sich von ihr nicht mehr so beschwingt erklettern wie das in ihrer Jugend der Fall…

An was ich mich erinnere #9

Es ist spät in der Nacht. Ich stolpere fast aus dem letzten Lokal in dem unsere Mädchenrunde jetzt noch war. Mädchenrunde nicht deswegen weil wir prinzipiell ohne Männer feiern gehen, sondern weil es sich um einen Junggesellinnen-Abschied handelt. Gute 5 Stunden (oder länger? Vermutlich länger) sind wir durch unsere Altstadt gelaufen, haben Geld gesammelt, Spiele…

An was ich mich erinnere #8

Ich breche nach Israel auf. Du bist nicht dabei. Das war mir eigentlich wichtig, aber jetzt habe ich soetwas wie Angst vor meiner eigenen Courage. Was bin ich schon ohne dich? Was kann ich schon ohne dich? Alles ist fremd (geworden) ohne dich. Ich bin mir fremd geworden, ohne dich. Du bist ja immer da…

An was ich mich erinnere #8 Der Lapdance

„Eigentlich müsste man zu diesem Lied jetzt tanzen.“, schmunzle ich zwischen unseren Küssen. Ich sitze auf deinem Schoß und deine Hände sind an meinem Arsch. Es geht ganz schön zur Sache, ohne dass es dabei wirklich zur Sache geht. Atemlos durch die Nacht, noch bevor Helene Fischer davon sang. „Müsste man dazu tanzen, oder müsste…

An was ich mich erinnere #6

Ich bin nach der Aufnahme nicht in die Theaterschule gegangen, weil ich Angst hatte. Ich hatte Angst, dass ich, wenn ich Schauspielerin werde, irgendwann nur noch spiele und vergesse zu leben. Vergesse wie leben geht. Weil ich sowieso dazu tendiere lieber zu (über)spielen. Ich hatte Angst, dass ich irgendwann so gut zu spielen lerne, dass…

An was ich mich erinnere #5

Als ich das erste Mal zu dir nachhause kam, da war das für das Video, das du für unsere Mitternachtseinlage für unseren Maturaball gedreht hast. Ich tanzte damals mit Patrick, mit dem ich schon in die Volksschule gegangen war und der super gut tanzen kann und du hast mit meiner linken Sitznachbarin getanzt. Wir mochten…