Ich bin nicht mehr da

Der Froschprinz versucht mich zu kontaktieren. Einige von euch wissen vlt noch aus einem Beitrag aus dem Herbst, dass ich den Kontakt letztlich total abgebrochen und blockiert habe.

Seine Nachricht, eine Anfrage über ein fb-Profil, ist lang und nett und beschäftigt sich seltsam viel mit Menschen die wie Kerzen im Fenster, in der Dunkelheit anderer Menschen sind. So quirky wie er nun mal ist. Ich werde ihm trotzdem nicht antworten oder zurückschreiben. Ich habe gelernt: Ich bin nicht mehr da.

Hear me out.

Was ich vor Jahren hätte lernen sollen, als er sich auch immer und immer wieder doch gemeldet hat:

Brain: „Why do you keep texting him back? You broke up.“

Because he keeps reaching out.

Brain: „Okay? Why is this relevant information? Is he reaching out to say: I made a giant mistake and I am ready to invest on the level that you need me to invest and that I also actually want and need. ?“

No…he says that he really misses me and that he still really likes me. And that he is a bit sad.

Brain: „Okay so virtually zero information. Zero information. Tell me what advancement that represent! Tell me what progress that represents. Tell me what that does and is other than just this phatic speech that’s designed to illicit emotion without any form of progress?“

Hm…yeah, I mean…he is sad…I feel..

Brain: „He is sad. He is responsible for that sadness. And he is too selfish to realise (maybe he does realise it) that in this moment this is hurting you. Him reaching out is hurting you. It’s only good for him because he can get some validation.“

That’s a bit harsh…

Brain: „Okay, one -and only one- more option: he is reaching out to check if the fire is still there. And once he got that information, maybe played with the fire a bit so he’s warm he will go out into the night again. Leave you burning and sad and confused until…?“

He needs me again.

BRAIN: Why do you keep texting him back?

Vor einigen Jahren wäre dieses Brain-Gespräch für mich relevant gewesen. Vermutlich hätte ich 101 Gründe gefunden mich selbst zu belügen, nur um der Emotionen die er wiedermal getriggered hatte, nachzujagen. Meine Lernkurve war immer schon flach, in diesen Dingen.

Heute bin ich verheiratet und emotional verankert. Ein Umstand den der Froschprinz auf fb auch echauffiert wahrgenommen hat. Dass er immer noch versucht mit mir in Kontakt zu treten, ist tatsächlich sehr selbst-zentriert von ihm. Offensichtlich will ich das nicht. Offensichtlich wollte ich das schon lange nicht mehr und ich habe das auch früher schon deutlich ihm gegenüber formuliert: Das funktioniert für mich nicht!

Ich war immer emotionaler investiert als er. Wenn er sich wieder meldete, nach einem emotional entleerenden und schwerem Abschied und jeder Menge willpower von meiner Seite, dann begann sich das Karussell wieder zu drehen.

Heute aber sitze ich nicht mehr auf diesem Karussell. Ich bin gar nicht mehr am Jahrmarkt der Singles zu finden. Ich beobachte das Ganze nicht mal mehr vom Zaun aus. Ich bin nicht mehr da.

Leave us alone.

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das ist der Grund, wieso man normalerweise Tennisbälle mit in den Trockner wirft. So vermeidet man Ķlumpen im Futter.

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  2. amanita sagt:

    Toxischer Wiedergänger. Wäre das Leben ein PC-Game, wären die toxischen Wiedergânger eine regelmäßige Spielkomponente. Wenn sie auftauchen, verschwinden in rasantem Tempo Lebens-, Kraft- und Gesundheitspunkte. Einmal in die Luft schießen bringt sie zum Verschwinden 😄

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    1. Omg so akkurat! Ich wette das Spiel würde (Liebes)Leben retten!

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  3. Wolfgang R sagt:

    Duhast ja glücklicherweise die Giftspritze rechtzeitig erkannt und machst mit Deinem Post anderen Mut, es ebenso zu tun. Dein Kommentar „ich bin nicht mehr Single“ war in diesem Zusammenhang allerdings überflüssig,das klingt so als ob Du ihm vielleicht doch noch auf den Leim gegangen wärst.

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  4. Das war für meine Beschreibung meines wörtlichen Bildes wichtig. Der Jahrmartk der Singles ist ja ein bekanntes sprachliches Bild 🙂

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