Eine andere Stadt der Liebe

Paris so heißt es allgemeinhin ist die Stadt der Liebe. Nun das möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht bezweifeln, dennoch habe ich etwas zu sagen.

Wir waren zwar noch nicht in Paris, dafür aber in Venedig und Rom. Venedig Anfang September und Rom letzte Woche und ich finde, auch die machen sich als Städte der Liebe gar nicht so schlecht. Überall schöne romantisch-verwinkelte Gassen, goldene Abendlaternen, runde Restauranttische mit tropfenden Wachskerzen und schimmernden großen Kristallgläsern.

Ich habe rund um 2015 das Reisen für mich entdeckt. Nicht unbedingt nur kleine Städte-Trips, sondern gern auch für mehrere Wochen oder Monate durch die verdeckten Ecken in Atlanten. Zu zweit reisen war für mich da keine Priorität, gerade nach der Trennung von meinem Ex. Jetzt ist das anders. Alleine zu verreisen fühlt sich für mich nicht mehr erstrebenswert an.

Mein Verlobter ist noch nie viel gereist. In seiner Familie war das nicht üblich und er ist jemand von der Sorte der immer auf die „richtige Person“ für Unternehemungen wartete. Ich bin diese Person! Zu Weihnachten bekommt er deswegen von mir auch Silvester in Edinburgh geschenkt.

Ich finde es mega schön, so viel mit ihm erleben zu dürfen. Es ist das erste Mal, dass ich gerne schick Essen gehe und an designierten Couple-Tischchen sitze, küssend durch Postkarten-Motive schlendere und schweigend zusammen in fremde Sterne gucke, die Zuhause doch die selben wären. Ich bin einfach gerne mit ihm zusammen und so gehts mir tatsächlich das erste Mal in meinem Leben mit einem anderen Menschen.

Klar- ich habe immer noch Probleme mich zu öffnen, gerade bei schwierigen Situationen nicht alles alleine machen zu wollen und auch wenn ich verletzt oder gekränkt bin im Team zu denken. Daran werde ich vermutlich auch unser ganzes Leben lang noch arbeiten müssen. Aber das will ich auch, weil ich uns will. Und ja ja ich weiß, das ist kitschig und vielleicht deswegen auch für den einen oder die andere von euch scheiße, aber … so ist es eben.

Wir planen an unserer Hochzeit und haben schon beim ersten Entwurf der Gästeliste beschlossen keine weitere Energie mehr in ein Event stecken zu wollen. Das Geld für eine teure mega Inszenierung, an die sich das Brautpaar meist eh nicht mehr erinnert, wollen wir lieber anders anlegen. Ein bisschen reisen und ein bisschen sparen, damit wir in der Zukunft mal Babies in die Welt befördern können und dabei eine gewisse Sicherheit empfinden. Und den Brauch, dass die Brauteltern die Sause blechen fand ich sowieso antiquiert.

Klein wollen wir uns das Ja-Wort geben und dabei keinen Schnickschnack feiern der von uns ablenkt. Nicht in Paris, in Rom oder Venedig. Er und ich, ein Priester, ein Freund der Musik spielt und ein Fotograf. Im Wald in einer kleinen kleinen Kirche, die ich schon mein ganzes Leben lang kenne.

So und jetzt lasse ich euch dann wieder mal in Ruhe.

Bussis aus Wien ❤💐

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. floh_wien sagt:

    DAs klingt hervorragend!
    Ein wunderbarer Plan

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  2. Wolfgang R sagt:

    Tolle Idee, kann Euch nur beipflichten. Und Dein Vorsatz ist nicht kitschig!

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  3. marie sagt:

    🧡

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  4. Das klingt so schön und nur für euch. Darum geht es ja auch. 💕💕

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