„Ich werde dir nicht nachlaufen“, sagte der Mann.

„Ich werde dir nicht nachlaufen.“, sagte der Mann und kaufte sich neue Laufschuhe. — so oder so ähnlich läuft es bei mir eigentlich immer.

Eigentlich bin aber wohl ich diejenige die zu laufen beginnt. Und ich meine hier tatsächlich laufen im Sinne von rennen. Nicht gehen. Die Beine nehme ich tatsächlich in die Hand, wenn mal wieder jemand meine Hand halten will. Andere Menschen, Freunde, beobachten das an mir und sie sagen es mir mittlerweile auch. „Sobald dich einer mag flüchtest du.“ Vielleicht tatsächlich richtig.

Aber es war nicht immer so und ich bin mir auch nicht sicher ob es heute wirklich zutrifft. Was wenn es viel einfacher ist und ich halt einfach keine Männer treffe die mir tatsächlich gefallen?

Bin ich zu wählerisch? Möglich. Bis jetzt bin ich jedenfalls lieber alleine als mit irgendeinem Mann an meiner Seite, einfach nur um nicht alleine im Regen zu stehen. Aber wählerisch bin ich vermutlich trotzdem. Ich wähle nämlich augenscheinlich immer die Flaschen. Also die für mich doch nicht passenden. Und da werde ich jetzt mal ansetzen. Ehrlich zu mir sein, was ich vom Leben und den Männern will. Es scheint nämlich so zu sein, dass ich das was ich „glaube zu wollen“ anscheinend in Natura dann aber doch gar nicht will.

Anscheinend ändert sich das bevorzugte Männerbild. Irgendwie war mir das auch schon bewusst. Einmal tat es das ja schon. Größe war mir früher egal und macht heute einen Großteil der Anziehung zu jemanden für mich aus. Stimmen waren früher auch kein Hauptaugenmerk, heute bin ich für schöne sonore Stimmen total empfänglich. Spaghetti-Sultans fielen mir früher nicht als unattraktiv auf, heute ist das anders. Und auch was die inneren Qualitäten betrifft scheint sich jetzt aber ein Wechsel anzukündigen. Die kernigen Naturbuam, die bei Bauer sucht Frau mitmachen könnten, hauptsächlich mit den Händen arbeiten und Morgens schon ein Bier trinken können…die haben anscheinend ihren Charme für mich verloren. Ich mag sie noch, aber ich will keine Beziehung mit ihnen. Meine Glühbirnen dreh ich mir mittlerweile selber rein und zur Not schraub ich auch selber am Auto rum. Jemanden mit Hausverstand will ich nachwievor und wenn er keine zwei linken Hände hat dann begrüße ich das. Aber Bauernschläue alleine stimuliert mich nicht, scheint so. Das ist für mich recht schwer einzugestehen. Ich glaube ich kann mich schwer von „Kindheitsvorstellungen“ verabschieden, kann auch meine eigenen Veränderungen schwer realisieren und…bin mit der Gesamtsituation irgendwie überfordert.

Es wär halt so schön, wenn ich einfach einen finden würd der mich so packt und flashed, dass es keine Ausflüchte mehr gibt und alles keine Frage des „Vielleichts?“ wird, sondern des „Wie?“ Aber so ist es halt nicht. Vielleicht wirds ja noch.

Bis dahin lauf ich halt noch ein bissl herum.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Johanna sagt:

    Dieser Blogeintrag fasst meine heutigen Gedanken zu dem Thema perfekt zusammen.
    Irgendwann wird schon wieder jemand kommen, der einen umhaut.
    Und wenns noch Jahre dauert, ja mei..das Singleleben lässt sich auch gut genießen! 🙂

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    1. Genau 😉 Zum Glück simma zumind mit der Einstellung net allein

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