Ich bin meine eigene Homecoming Queen

Thelma Plum singt Homecoming Queen, und ich höre ihre melancholisch rauchigen Texte und die melodischen Beats auch mit dem Kopf unter Wasser. Meine Zehen und Finger sind schon längst schrumpelig und das Wasser auch nicht mehr ganz warm, aber die Badewanne-Session mit Musik, Kerzenschein und Lavendeölduft in der Luft zu beenden ist zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Option.

Irgendwann ist es dieser Tage Herbst geworden und ich bemerkte es erst als ich eines Abends beim nächtlichen und alltäglichen Spaziergang, mit dem Hund, begann zu frösteln. Am Tag darauf sah ich dann die ersten Blätter den Gehweg verzieren und bald darauf machte ich mir den ersten warmen Tee mit Milch in einer langen Zeit, und zog mir Wollsocken über die Füße.

Mein Leben hat sich in den letzten paar Wochen fast täglich komplett und praktisch ohne mein Zutun geändert. Nur übers Telefon. Manchmal auch durch Mails. Es ist ein ganz komischer, unwirklicher Zustand für mich. Als wäre ich nur Gast in meinem Leben, und kenne mich selbst nur als Fremde.

Wenn ich mich so aus meinem Leben, nicht nur aus der Bahn, geschmissen fühle dann tauche ich gerne ab. Lieber in Bücher als in Filme, und gerne in die Badewanne anstatt in die Arme eines willigen Retters.

 

I can be fragile. Just for one day.

Und morgen fange ich dann an mich zu suchen

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Annas Welt sagt:

    Endlich jemand der auch Tee mit Milch trinkt ☺️ bei mir ist es mein morgendliche schwarztee

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    1. Ja, bei mir auch gern. Aber meistens nur in den kalten Monaten des Jahres 🙂

      Gefällt mir

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