Tagebuch aus der Quarantäne. Tag 6: Bad und Bananenbrot

Es ist Tag 6 der Selbstisolation. Ich habe den Hund gewaschen. Er hasst mich jetzt.

Ungarn lässt jetzt über Nacht für ein paar Stunden die Grenze öffnen. Immer noch staut es sich. Trotzdem. Besonders schlimm ist, dass auch Tiertransporte davon betroffen sind.

Die Zahlen in Italien sinken nicht. Im Gegenteil. Über 500 Tote an einem Tag. Es mangelt an allem. Die Szenen die sich dort abspielen müssen furchtbar sein. Da ärgern mich die Bilder aus Wien noch mehr, auf denen an der Dona entlang die absolute Urlaubsstimmung der Bevölkerung verbreitet wird.

Ein Freund radelt an unserem Gartenzaun vorbei. Er kauft für fremde Leute ein, die zuhause bleiben sollen. Über den Zaun reicht er mir in kleinen Plastikbehältern Bananenbrot. „Sind desinfiziert.“, sagt er mit Blick auf die Behälter. Wir unterhalten uns mit Sicherheitsabstand. Total nett von ihm. Ich überlege noch mit was ich sie zum Dank auffüllen könnte.

Zu Mittag esse ich das Bananenbrot. Gleich nach dem Brokkoli. Man will ja gesund bleiben.

 

Das war Tag 6.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Annas Welt sagt:

    Ja diese Ignoranz von manchen verstehe ich auch nicht (Menschen in Wien)

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    1. Ich glaub das sind Menschen überall. Also fast. Bei mir daheim ist es recht ruhig. Aber in Wien…naja

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