Kana da in Bogotá

Ja, ich weiß. Schlechter Titel.

Zwei Monate bin ich nun schon unterwegs. Zuerst USA, Westküste, und nun Südamerika. Gerade Bogotá. Augenblicklich der Flughafen. Es geht weiter. Immer weiter.

Aber wohin?

Ich fühlte mich so im Stillstand eines vermeintlich langweiligen Lebens gefangen, dass ich einfach mit Ende des Schuljahres das komplette Gegenprogramm eingeläutet habe. Mit beiden Zügeln in der Hand habe ich mein Dasein so vollkommen herumgerissen, dass es sich manchmal fast nach Schleudertrauma anfühlt.

In Anbetracht der großen weiten Welt fühle ich mich manchmal noch kleiner als ich ohnehin schon bin. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es mich wachsen lässt. Wo auch immer hin. Wo auch immer ich bin. Aber so schön langsam reicht es dann auch.

Südamerika war mir verschlossener als ich dachte und auch nach mehr als einem Monat hat sich das nicht unbedingt geändert. Reiseführer und Dokumentationen bereiten einen wohl doch eher schlecht auf das Tatsächliche vor. Zumindest bei meiner Art zu reisen. Und Vertrautheit hat sich nicht unbedingt eingestellt.

Vielleicht ist das Reisen ein bisschen wie das Dating. Beides ist eine Suche nach dem Unbekannten und Unbestimmten und öfter als nicht ist alles so viel fremder und so ganz anders als man es sich vorgestellt oder erträumt hat. Trotztdem hat man Sehnsucht. Befremdlich, das alles. Das Gras ist vermutlich doch nicht immer dort am grünsten wo einen der Flieger, oder die Daterei gerade nicht hinbringt. Ich muss dringend eine Gieskanne kaufen und direkt unter meinen Füßen mit dem Begrünen anfangen.

 

Cheeerio!

 

 

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