Mit offenen Augen

Ich bin in Peru. Gehe mit offenen Augen durch fremde, andere Straßen und schlafe in fremden, anderen Betten. Ich stehe vor dem grauen Meer unter grauem Himmel und atme meinen Schmerz in die Wellen hinaus. Vielleicht in der Hoffnung, dass sie ihn weg tragen. Ein für allemal. Die Erinnerungen. Die so viel länger geblieben sind als du oder meine Gefühle für dich. Aber vermutlich stimmt auch das nicht.

Revelle singt in meinen Ohren von den kalten Jungs, während mir kalter Wind um die Nase weht und in die Haare fährt. Vielleicht vermisst du mich, aber sagst es mir nicht. Vielleicht vermiss ich dich, aber sag es dir nicht. Vielleicht steht die Welt noch so lange bis wir uns selbst verstehen und zu einander stehen. Vielleicht ist mein Herz bis dahin aber leer. So leer wie unsere Worte und Gefühle bisher.

Das was dir fehlt. Was wenn ich das bin? Und was wenn das was mir fehlt…was wenn das doch du bist? Was wenn wir die unverständlichste Geschichte über das unverständlichste Gefühl miteinander schreiben und es nur noch anfangen müssen zu leben? Hört es dann auf weh zu tun?

Aber noch sagst du nichts und ich sage nichts und es verändert sich nichts. Außer der Ort an dem ich Texte über dich schreibe. Jedes Jahr aufs neue. Das ist das dritte.

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. ballblog sagt:

    Wo in Peru bist Du denn da auf dem Foto? Sieht aus wie zwischen Himmel und Erde. 🙂

    Gefällt mir

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