Frosch im Hals

Achja. Der erste frühlingshafte warme Tag und ich führe Ende Mai meine blonden Haare zum ersten Mal in der alten Uni-Stadt aus.

Seit Mittag trinke ich Limonaden, Eiskaffee und alles mögliche mit allen möglichen Leuten durcheinander. Die Sonne wärmt meine weißen Füße und lässt meine Wangen erröten. Es ist am späteren NM als ich direkt neben der Straßenbahn-beschienten Straße, zusammen mit einer Freundin sitze, und Prosecco Sorbe bei der italienischen Eisdiele trinke.

Kurz, kurz bevor ich mich dort niederließ dachte ich noch daran, dass mir hier womöglich der Froschprinz begegnen könnte. Weil das seine Radstrecke von der Wohnung bis zur Arbeit ist. Vermutlich. Aber vlt auch nicht. Und warum an einem NM wie diesen? Und warum überhaupt sollte mich das stören? Ach nö. Den Gedanken an ihn brauchte ich nicht zu verwerfen, wie neulich, sondern ich verlor ihn einfach im Geplauder mit meiner Freundin. Fast zwei Stunden lang. Aber dann…

Dann radelte er an uns vorbei. Ich sah ihn. Den gestutzten Bart, den schwarzen Helm und das schwarze T-Shirt und für einen Bruchteil einer Sekunde war ich mir gar nicht sicher ob er es war. Aber er war es. Natürlich. Und ich hob meine Hand zum Gesicht und senkte meinen Kopf und wollte nicht erkannt werden. Jesus.

Was ist denn los mit mir?! Und überhaupt, das ist ja wohl viel mehr meine Stadt als seine- dieser Deutsche. Wieso wende ich die Vogelstrauß Taktik an und hab nen Frosch im Hals? Ida an Hirn: Das hat mit dem Herz nichts mehr zu tun. Du bist einfach nur bescheuert.

Bitte liebe Blog-Welt, sag mir, dass ich nicht die Einzige bin, die sich unter Informationstischen und hinter Haaren versteckt…aus absolut nicht nachvollzumiehbaren, aber real gefühlten…Gründen? Es gab keine Gründe  nur Intuition. Wo die wohl Zuhause ist?

Und heute…heute ist wieder so ein Tag wo ich mir dann denke: Ah. Kannst ihm ja zurückschreiben. Kannst dich ja mit ihm treffen. Der alten Zeiten willen! Fragen wies ihm geht, erzählen wies dir geht….

Ich bin ein Trottel. Vermutlich bin ich ein Trottel.

 

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. die Vermutung liegt näher und näher … 😉

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  2. Ich hab mich mal im Klamottenladen hinter den Kleiderstangen versteckt und bin dann geflüchtet, weil da ein verflossener aufgetaucht ist 😂

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  3. Wolfgang R. sagt:

    Selbsterkenntnis ist auch in diesem Fall der Weg zur Besserung!

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