In Nächten wie diesen

In Nächten wie diesen, in denen der Regen so laut auf meine Dachfenster fällt, dass er mich mehr stört als der helle Vollmond der mein Zimmer erhellt und sich alles in und außerhalb meines Bettes und Körpers falsch anfühlt…in Nächten wie diesen frage ich mich dann, ob ich das Verlieben verlernt habe.

Wie kann es sein, dass immer noch mehr Monate und Jahre ins Land ziehen und ich immer noch alleine bin? Alleine in diesem Bett. Alleine beim Aufstehen und Früstück. Alleine wenn ich aus dem Haus gehe und auch wenn ich wieder Nachhause komme. Ich bin viel alleine. Meistens. Und meistens stört es mich kaum. Aber in Nächten wie diesen, da werden die zweifelnden Stimmen wieder laut….

Sie fragen nicht Wieso bist du noch single? Sie fragen warum schon so lange?

Lässt du keinen an dich ran?

Bist du zu wählerisch?

Hast du Angst verletzt zu werden?

Gibt es den Richtigen einfach nicht für dich?

Bist du nicht richtig?

Suchst du das Unmögliche?

Suchst du zu wenig?

 

Und seit Neuestem stellt die Stimme nicht nur Situations- sondern Zukunftsfragen zu meinem Beziehungsstatus. So in die Richtung:

Du bist jetzt schon Mitte 20…wie lange noch?

Was wenn du nie jemanden triffst der passt?

WAS DANN??

 

Ich weiß nicht ob das die Torschlusspanik oder die Vorstufe zu ihr ist. Aber rund um mich herum finden  alle ständig Partner, oder entledigen  sich ihrer wieder um jemand anderen zu suchen und zu finden. Das geht so schnell bei denen. Es passiert so viel bei ihnen. Bei mir ziehen Wochen ins Land die zu Monaten werden und mittlerweile Jahre sind und langsam äußert die Familie Bedenken. Vlt beschäftigt mich auch das. Die Kritik die da in letzter Zeit immer wieder zum Vorschein kommt. Die aus Sorge spricht. Bin ich zu hochnäsig? Ist das ein Schutzmechanismus?

Verlieben verlernen. Ich glaube nicht, dass das geht. Aber man betrügt sich vlt selbst, oder schützt sich, indem man sich potentiellen Gefühlen nicht aussetzt. Im Moment sage ich, dass ich das einfach nicht will. Keine Beziehung. Keine Gefühle die mich an einen Menschen und einen Ort binden. Frei sein in meinen Entscheidungen ist gerade oberste Priorität. Frei sein in den Entscheidungen die meinem Leben Richtung geben werden. Nicht umgekehrt. Nicht zuerst einen Partner und dann ein Fügen in Umstände die dieser mitbringt, vorgibt. Das hatte ich schon. Das war scheiße.

Frei sein. Das hat gerade oberste Priorität. Auch in Nächten wie diesen.

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Flo sagt:

    Der Richtige kommt immer unerwartet und plötzlich. Und mit Mitte zwanzig ist noch viel Zeit! Also wappne Dich mit Geduld!

    Gefällt 1 Person

  2. ballblog sagt:

    Mr. Right kommt, wenn Du nicht damit rechnest.
    Das Schlimmste, finde ich, sind die blöden Fragen der Anderen in solchen Phasen.

    Gefällt 1 Person

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