Gefühlt sind sie alle weg

Blog-schmerz. Ich glaub das gibt’s. Fühlt sich nach gebrochenem Herz an. Nach sowas wie Liebeskummer. Gefüttert von der Nostalgie vergangener bunter Blogtage und Verlassensängsten.

Im Dorf ist es ruhig. In meinem Leben nicht unbedingt, aber auch. Irgendwie bringt es mich zum Schweigen. Das hier. Auch wenn Dinge passieren, ich schreibe sie nicht mehr auf. Nicht mehr hier. Aber im Grunde auch nirgends. Was passiert wenn meine Posie-Gedanken keine Sprache mehr finden die sie in die Existenz fliegen? Stirbt dann auch ein Teil von mir? Oder nur ein (ungeschriebenes) Kapitel?

Ganz schöne viele pseudo-philosophische Gedanken für jemanden der eigentlich Portfolios korrigieren sollte. Ich weiß. Aber gerade überwiegt der Blog-schmerz. Weil irgendwie alle weg sind. Und ich zwar nicht ganz aber doch auch eine von ihnen bin.

Ich wollte eine Liste erstellen mit allen die sich bereits von mir verabschieden haben oder einfach sang-und-klang-und-zeilenlos gegangen sind. Aber das war zu traurig. Wie eine virtuelle Friedhofsliste. Nein, nein. Das wollte ich nicht. Vielleicht auch weil ich mir dann noch eher wie diejenige vorkomme die nicht weiter, nicht weg kommt. Alle sind sie weg. Aber ich bin immer noch hier. Im Herzen unverändert. Und in all meiner Veränderung bin ich nun sowas wie eine selbsternannte Expertin und ich sage: auf das Herz kommt es an. Dort beginnt es und dort endet es. Der Blog. Das Leben. Alles.

 

Auf bald. Ganz bald.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Oh❤ mir geht es gerade sehr ähnlich wie dir! Ich „fühl“ das Bloggen gerade auch nicht mehr und will eigentlich unbedingt mal wieder Gedanken loswerden, aber es kommt nix raus. Geht wohl vielen von „uns hier“ gerade so. Ganz liebe Grüße von meiner Einöde in deine! ❤✉

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  2. Ich lese ja schon eine Weile mit. Verstanden hab ich einiges, nachvollziehen konnte ich weniger. Das ist nicht negativ gemeint. Es ist mir einfach fremd. Für mich liest es sich so, als ob Du ein Schmetterling bist, immer auf der Suche.
    Du bist so zaghaft und ängstlich. Warum ist das so?

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    1. Ich bin schon auf der Suche. Für jemanden Mitte 20 vlt nicht so ungewöhnlich. Suchende bleiben wir in verschiedenen Aspekten unseres Lebens auch vlt immer. Ich würde das gerade auch als gar nicht mal so negativ sehen. Und ja…vlt bin ich zaghaft. Aber nicht mehr wirklich ängstlich. Zumindest nicht mehr so ängstlich wie es schon mal war und dabei hat mir vlt auch meine Schreiberei geholfen.
      Den Satz mit dem verstehen aber nicht nachvollziehen können finde ich übrigens schön. Vielleicht, weil er sich mir nicht erschließt.

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  3. kommt mir bekannt vor …

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