Gib mir ein Zeichen

Wien. U-Bahn. Meine Destination? Taubstummenplatz. Erfordert für mich ein Umsteigen. Von der U3 in die U1. Schaffe ich. Aber kaum in der U3 eingestiegen, ist irgendetwas komisch.

Ich stelle fest: ein Mann starrt mich an. Hat mich regelrecht fixiert. Schnell schaue ich wieder weg. Nur um dann wieder hinzuschauen. Um mich zu vergewissern, dass er tatsächlich mich so anschaut.

Jap. Tut er.

Nächste Station. Menschen steigen ein. Menschen steigen aus. Und der fremde Mann? Schaut mich immer noch so intensiv an. Lächelt mich zaghaft an.

Er ist jung. Vlt ein bisschen älter als ich. Er trägt Bart und eine Mütze am Kopf. Ich weiß nicht ob ich ihn gut finde. Ich bin zu irritiert.

In meinen Kopfhörern spielt ein Lied. Jona Bird singt von Zeichen. Noch nie von ihm gehört. Und von Zeichen verstehe ich auch nichts. Da kann der Typ noch so schauen und der im Ohr noch so lange „Gib mir ein Zeichen“ schreien.

Nächste U-Bahn. Nächstes Lied. Gisbert singt „Dich zu lieben ist einfach“. Auch hier geht es um U-Bahn und davon, dass dein Lächeln in den U-Bahn Scheiben so schön ist. Der Typ der neben mir gedrängt steht lächelt mich an und schiebt seine Hand an der Haltestange ein bisschen weiter nach oben. Damit ich mehr Platz habe.

Universum. Mach mal Pause.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. christophrox sagt:

    Scheint aufregend zu sein, mal wieder die Zivilisation zu erkunden 😀

    Gefällt 3 Personen

  2. ballblog sagt:

    Das nenne ich mal Wirkung…. 😉

    Gefällt mir

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