That akward moment…The return of Mark

Kennt ihr das? Diesen Moment- diesen einen Moment, der so schwer zu umschreiben ist, weil er sich so hochgradig seltsam anfühlt, dass man vor lauter emotionaler Überforderung gar nicht weiß wo hin mit sich und wo die Worte hin sind?

Ich bin gerade auf dem Weg von der Kirche nachhause. Wir hatten Fakultät-Gottesdienst und ich laufe den Weg von der Kirche zu meiner Wohnung durch die beliebte und belebte Uni-Gasse. Ich denke an nicht gerade viel, vielleicht schwirren mir noch Worte der Predigt im Kopf herum oder die Geschichte meines Kommilitonen danach. Aber so richtig voll ist mein Kopf am Ende des Tages heute nicht. Es ist in diesem Moment, dass mir Mark über den Weg läuft.

Mark. Mein Mark, der so schnell nicht mehr mein Mark wurde, dass ich dachte an diesem Verlust-Schmerz meinen Verstand zu verlieren. Mark, der verheiratet war und mich trotzdem geküsst hatte und dabei nicht nur meinen Körper, sondern auch mein Herz berührt hatte. Geraubt hatte. Aber ich war ein williges Opfer. Willig und unwissend. Kein unwesentlicher Faktor in dieser Geschichte. Auch nach der Trennung von seiner Frau habe ich ihn nicht mehr regelmäßig wiedergesehen. Einfach weil…da eine Mauer und ein Vertrauen zerstört war und ich mich nicht weiter verletzten lassen wollte.

Er kommt auf mich zu und ich sehe ihn gar nicht. Realisiere gar nicht, was ich doch klar vor mir habe und ganz sicherlich auch erfassen kann. Trotzdem kommt es mir so vor als würde er ganz plötzlich vor mir stehen. Mark. Mein Mark. Mit den schönen Haaren und der schönen Stimme und dem schönen Allem. Der Mann der mich damals so romantisch um den Finger gewickelt hatte und meine Welt erschütterte. Leider halt auch im negativen Sinne. In dem Moment in dem er so unerwartet vor mir steht, bebt meine Welt wieder. Droht aus den Angeln zu fallen. Ich bekomme kaum Luft um ‚Hallo‘ zu sagen.

Mark. Mark. Mark -hämmert es in meinem Kopf. Oder ist es doch mein Herz? Mark. Mark. Mark –da ist dieser vertraute, mittlerweile stumpfe Schmerz. Mark, Mark, Mark

Mark ist nicht alleine. An seiner Hand hängt eine andere. Eine schöne Hand in Handschuh und die Frau zu der die Hand gehört lächelt mich unsicher an. Es ist nicht seine noch-Frau, so viel wird mir auf den ersten Blick klar. Irgendwie reißt mich das aber noch tiefer hinab- in den Gefühlsabgrund. An Marks Hand hängt eine andere Frau. Sofort denke ich böse Gedanken: Wer ist sie? Woher kennt er sie? Hat er mit ihr auch seine Frau betrogen? Oder mich? Weiß sie von mir? Oder von der Ehefrau? Ist sie die andere-andere-Frau? WIESO HÄLT SIE SEINE HAND?? SIE SOLL NICHT SEINE HAND HALTEN!!

Ich weiß nicht ob sein Blick mir ausweicht, weil ich ihm nämlich ausweiche. Plötzlich fühle ich mich so elend, dass ich fast das Gefühl habe mich übergeben zu müssen. Mein Herz schreit so laut, dass es in meinem Kopf schreit. Mein ganzer Körper ist ein Schrei. Nichts Bestimmtes. Es schreit einfach nur alles laut AAAHHHH!

Was bitte ist das für eine Woche aus der Hölle?????

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9 Kommentare Gib deinen ab

    1. Fasst meinen momentanten Lauf zml gut zusammen, jep

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  1. ballblog sagt:

    Zugegeben, ein Sechser im Lotto ist unwahrscheinlicher. – Aber ist es nicht auf eine gewisse Art faszinierend, wie man solche Leute mit großer Sicherheit trifft, die man nicht wieder sehen wollte?
    Filmreif hätte ich es allerdings gefunden, wenn Du den beiden vor die Füße gekotzt hättest. Bitte arbeite daran 🙂

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    1. Naja, die Stadt ist klein und es ist gar nicht sooo unwahrscheinlich, dass man sich mal iwo sieht. Aber das Timing war schlecht 🤣 und was das Kotzen anbelangt, werde ich mich bemühen

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      1. ballblog sagt:

        Ich habe sowas früher auch in Großstädten hingekriegt. 😦

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  2. Oh nein, der Beitrag wurde mir gar nicht angezeigt :/ Und ich hatte mich letztens noch gefragt, ob du eigentlich mark nochmal gesehen hast. 🤔

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