Zwischendurch ist Platz für Glück

Ich sitze in meinem Schaukelstuhl, vor meinen Bücherregalen, in meinem bunten und farbenfrohen Wohnzimmer und wippe gedankenverloren vor mich hin. Eine Kerze brennt, von der Küche aus verbreitet sich der Duft von Vanille, Zimt und warmen Plätzchen. Ich trinke selbstgemachten Punsch mit frisch gepresstem Orangensaft und höre eine Playlist auf Spotify, die mir beim Konzentrieren helfen soll. Meine Beine stecken in einer weihnachtlichen Haremhose und sind auf dem Schaukelstuhl halb überkreuzt. Die Wollsocken sind von Oma und in meinem Schoß liegen Zettel von schon markierten Textausschnitten. Gerade sind die Freunde nachhause gegangen und in meiner Wohnung ist Ruhe eingekehrt. Ich lese/verliere mich in Buber und Ratzinger und meine Fingerspitzen sind von den Leuchtstiften, die ich zur Markierung der wichtigen Stellen verwende, gefärbt. Der Hund schnarcht zu meinen Füßen vor sich hin und seine Pfoten zucken ein wenig, während die Theologie Rahners noch auf meinem ‚zu lesen‘-Stapel schlummert.

Plötzlich fühle ich es. Fühle, dass ich unglaublich erfüllt bin. Nicht nur von Plätzchen-Duft und großen Gedanken, sondern erfüllt von meinem Leben. Das Lächeln auf meinen Lippen hängt da schon eine Weile rum, aber ich bemerke es erst jetzt.

Einen gesegneten Start in den Advent 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. ballblog sagt:

    Den wünsche ich Dir auch!

    Gefällt 1 Person

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