ich bin zu viel

Ich bin zu viel sagt er und meint damit du, also mich, als er es sagt. „Du bist zu viel.“

Zu schnell. Zu komplex. In ihrem Denken.

Zu wortgewandt. Zu unnachgiebig. Zu schlagfertig. In ihrer Sprache.

Zu zielstrebig. Zu verplant. In ihrem Handeln.

Zu ernst und doch zu laut in ihrem Lachen. In ihrem Sein. Zu viel da und dann wieder dort. In meinem Dasein. Kann nicht ganz dein-sein, weil ich Teil sein will von allem. Von vielem. Weil ich Teil bin und es so liebe.

 

Ich bin zu viel für dich. Zwei Studien, eigentlich drei, das heißt vier. Das sind mindetens zwei zu viel. Um nicht zu viel zu sein.

Zu viel Energie. Zu viel Ziel. Zu viel machen, tun und Stress. Zu viel Power und burn-out und Respekt. Zu viele Träume und Vorstellungen vom Leben.

Ich bin zu intensiv. Zu leidenschaftlich. Zu vernarrt in die Dinge die ich liebe. Zu kämpferisch für die Dinge die mir wichtig sind. Zu anstrengend (da mit zu halten).

Ich bin zu wenig Erholung. Zu wenig chill. Zu wenig Montag-Mittag-Couch und zu viele zwischen-durch Kaffees.

Ich bin zu erreichbar für alle, immer. Zu viele Freunde. Zu viele Bekannte. Zu viele Prioritäten.

Zu viel durch den Wind. Zu wenig geerdet und trotzdem sicherer auf den Beinen und fester im Leben als du.

Ich bin zu viel.

Für dich.

Weil du so wenig bist.

 

 

Shame on you

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. dornenlicht sagt:

    Konfuzius sagt;
    „Wer unruhig auf und nieder wippt, den hat noch niemand ruhig gefickt“.

    Entschuldige, ich schäme mich für mich selbst.

    Gefällt 3 Personen

    1. Dann is ja gut, wenn du dich selbst schämst 😛

      Gefällt 1 Person

    2. Wtf 😂😂😂

      Gefällt mir

  2. dornenlicht sagt:

    Nein, Ich behaupte mal ganz wild dass ich dich verstehen würde.
    Es ist sicherlich kein seltenes Vorkommnis dass ich Anderen schwierig erscheine.
    Ehrlich gesagt bin Ich das auch.
    Entweder ich verfange mich völlig im Netz der Liebe zu einer Sache,
    oder ich springe schnell gelangweilt vom noch fahrenden Zug.
    Gerne ließ ich mir erzählen dass ich damit meinen Nächsten überfordere.
    Das ist mir sogar verständlich wenn eine an sich eher stille Person,
    die man als wachsamer Beobachter des Offensichtlichen bezeichnen könnte,
    welcher man kaum einen Laut deutlich identifizierbarer Sprache entlocken kann,
    plötzlich über den Sinn des Lebens mittels Analogien zu Videospielen referiert.
    An mir ist sicherlich eine ganze Menge schräg.
    Aber auf diese Weise lässt sich an mir auch nichts beliebig umsortieren.
    Gut kultivierter Wahnsinn ist eine unerschöpfliche Quelle an Taschenwundern.
    Manch Einer löst seine Durchschnittsschwierigkeiten,
    statt durch Anpassung eben lieber mittels muskulöser Mittelfinger.
    Habe den Mut unverstanden zu bleiben und du lernst eine Menge über dich selbst.

    Gefällt 2 Personen

  3. ballblog sagt:

    Da bist Du wohl über jemanden arg hinweg gefegt?

    Gefällt mir

    1. Das war mehr so allgemein und nicht unbedingt spezifisch über mich geschrieben 😂 weil ich es doof finde, wenn man jemand anderen „too much“ findet

      Gefällt 1 Person

  4. DAS hab ich ich auch schon mal gehört. Vor allem bezog es sich auf meine Emotionen, mit denen ER nicht zurechtgekommen ist. und das ist der Punkt: nicht mein „zuviel“ war das problem, sondern er… 🙂

    Gefällt 1 Person

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