Die Wende

Es ist Dienstagabend. Ich sitzte in einer Bar. Das wird jetzt langsam zu einem Muster.

Ein Freunde feierte seine Sponsion. Ich war eingeladen. Feierliche Feier auf der Uni. Feierliches Essen danach, mit Familie und ein paar auserwählten Freunden. Ich bin auserwählt.

Ich kenne genau eine Person aus diesem Freundeskreis meines Freundes, aber auch sonst kennen sich nicht alle untereinander und das macht mich nicht zur Außenseiterin. Es wird viel gelacht, gegessen und getrunken. Ich fühle mich wohl und wenig gekünstelt.

Am Nachmittag muss ich auf die Uni, aber am Abend treffen wir uns alle wieder in einer (Jazz)Bar in der Innenstadt. Ich bin eigentlich um 20 Uhr schon fast zu müde um hin zu gehen, gehe dann aber doch, weil Stefan mein Freund ist und die Leute ganz nett. Ein Getränk- sage ich mir. Nicht überreden lassen über Gott/Religion/Theologie/den Sinn des Lebens zu sprechen/diskutieren.

Jetzt ist es weit nach Mitternacht und meine Stimme ist heiser.

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Warum heißt jetzt aber dieser Beitrag „Die Wende“? Weil es die Wende im analogen Männer-kennenlernen für mich war. Es begann damit, dass mich der Bruder meines Freundes wahnsinnig gut fand und ich deswegen (sehr geschickt) mit ihm in ein Auto zugeteilt wurde und endete gerade sehr erfolgreich damit, dass ich ein echt intensives Gespräch mit einem echt süßen Typen (natürlich über die Kirche/Religion/Glauben) führte und er jetzt in der Dunkelheit sein Rad neben mir nachhause schob und wir zusammen in die erstaunlich sichtbaren Sterne guckten.

„Was machst du morgen Abend?“, fragte er. Morgen Abend bin ich in einem anderen Bundesland. „Es wäre total schade, wenn das jetzt so endet.“, meinte er und ich fand das auch. Obwohl er mich fragte ob ich denn als Katholikin schmusen würde und er ein noch-nie-in-einer-ernsthaften-Beziehung-lebender 26 jähriger Lebemann ist, der die Haare ein bisschen lang trägt und dieses unbekümmerte Surfer-Boy-Image+den Body dazu hat. Es wird trotzdem nicht mit heute enden, aber das ist (vielleicht) eine andere Geschichte.

Flirten und Kennenlernen kann anstrengend sein und ist es auch, läuft manchmal aber von ganz alleine. Habe ich heute feststellen dürfen. Vermutlich eben dann, wenns läuft. Und bei mir liefs heute Abend bzw schon den ganzen Tag. Das ist doch auch mal erfreulich 😊

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. ballblog sagt:

    Und mit welchem Gedanken bist Du heute wach geworden? Dann solltest Du in Erwägung ziehen, ihn wiedersehen zu wollen 😉
    Das mit Katholikin und schmusen finde ich den absoluten Brüller, by the way.

    Ach ja, und was ist ’ne Sponsion? Hat der dann ’nen Abschluß?

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    1. Haha^^
      Eine Sponsion ist die feierliche Übergabe der Diplom-Rolle 🙂

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      1. ballblog sagt:

        Sowas finde ich toll. Wir hatten sowas nicht – Schlenk zu dem Studi- Post von neulich – weil sowas im Zusammenhang mit den 68ern abgeschafft worden war. Da gab es zum Staatsexamen keine Feier, sondern die Urkunde kam mit der Post. Und das war’s dann. Inzwischen soll es aber wieder Abschlußfeiern geben.

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