Die Sache mit der Ablehnung

Die Sache mit der Ablehnung ist bei mir ganz sicher ganz eng verknüpft mit der Frage nach dem Stolz. Ich bin ein stolzes Twentysomething-Mädchen und dieser Stolz steht mir oft hinderlich im Weg, gerade wenn es darum geht mit männlicher Ablehnung klar zu kommen.

Zugegeben, zu oft habe ich noch nicht mit Ablehnung zu kämpfen gehabt, aber ich finde auch etwas zu jammern, wenn mich jemand mag den ich nicht mag. Recht machen kann es mir also 0,1% der Menschheit, in dem Fall, dass ich mich in ihn verliebe und er sich in mich verliebt- wenn möglich zum gleichen Zeitpunkt.

Über die Problematik des „Wie und wann sage ich es ihm, dass es bei mir nicht Klick-gemacht hat? Sage ich es ihm überhaupt? Blablabla“ habe ich ja schon auf diesem Blog geschrieben. Worüber ich noch nicht explizit geschrieben und dabei doch schon sehr viel fabriziert habe, ist der konkrete Umgang wenn jemand mich abschießt bzw. ablehnt.

Zum besseren Verständnis und des Überblicks wegen, hier eine kleine Aufzählung der Männer die mich insofern ablehnten, als dass ich mehr oder etwas anderes wollte als sie von mir:

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Mit all diesen Erfahrungen der mehr-oder-weniger Zurückweisung bin ich nie besonders gut umgegangen. Meistens hat es den „ich-will-unbedingt-gemocht-werden“-Effekt auf mich. Anstatt einfach mit den Schultern zu zucken, laut auf zu lachen und weiterzuziehen, bleibe ich an diesen Typen hängen und hänge mich geradezu an ihnen und der Tatsache, dass sie mich nicht wollen, auf.

Das passiert mir selbstverständlich nicht bei allen Männern, aber wohl doch immer bei denen die ich gut finde und an denen ich ganz klares Interesse habe, diejenigenwelchen es aber nicht in dieser Form mit mir teilen. Wird dieses Interesse nicht erwidert, irritiert mich das. Sehr. Es ärgert mich. Mein Stolz ist verletzt (oder mein Ego- irgendetwas Dummes und Eitles eben).

Auch wenn ich dann nicht aktiv versuche etwas zu unternehmen oder Eindruck zu schinden, so beschäftigen sie mich doch und werden immer einen ‚besonderen‘ Platz in meinem Inneren haben. Größtenteils vermutlich einfach deswegen, weil ich mir ausmale wie sie sich doch noch für mich entscheiden und weil sie durch ihre Ablehnung etwas noch Anziehenderes/Geheimnisvolles/Begehrenswertes bekommen. Bestes Beispiel dafür ist wohl das Comeback des Froschprinzen.

Dieses Verhalten ist nicht besonders reif. Es ist auch nicht besonders gut. Es ist vielleicht sogar besonders ungut und unklug. Es ist aber auch menschlich. Ich nehme mir trotzdem vor daran zu arbeiten, weil eigentlich will ich ja gerade Männern die mich doch nicht so gut finden, nicht nochmal extra deswegen Raum in meinem Leben geben, das sie nicht teilen wollen -oder?

Dieser Text ist keine Lösung des Problems, aber ein Ansprechen und Anstupsen der Thematik. Für mich, aber vielleicht ja auch für die ein oder andere LeserIn dieses Twentysomething-Gedankenschwalls und Wortergusses. Dass ich nämlich die Einzige bin, die das mit der Sache mit der Ablehnung nicht so optimal gebacken bekommt (und unter uns gesagt bekomme ich sprichwörtlich kaum etwas gebacken- ich spreche von Kuchen und Muffins und Törtchen und so), bezweifle ich.

Im übrigen, wird sich das nicht nur auf Männerbekanntschaften beschränken, sondern auch auf alle anderen Beziehungen die man so unterhält ummünzen lassen. Habe ich gehört. Eltern-Kind-Beziehung zum Beispiel, oder vielleicht auch unter Arbeitskollegen und anderen Mitmenschen? Ablehnung und (grenzwertig plausible) Anziehung stehen hin und wieder in seltsamen Verhältnis zueinander. Denkt mal darüber nach (wenn ihr mögt).

 

Beitragsbildquelle

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wolfgang R sagt:

    Kann ich sehr gut nachvollziehen, mir ging und geht es manchmal immer noch ähnlich. Nicht nur bei Frauen die mich als potentielle Partnerin interessierten. Der Verstand weiss sehr wohl zu unterscheiden, das Gefühl schlägt dem aber doch ab und an ein Schnippchen.

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    1. Das hast du schön auf den (wunden) Punkt gebracht!

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  2. keloph sagt:

    Damit umgehen zu lernen braucht Zeit 🕰

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    1. Ja, das ist nie die Antwort die man hören will 😛 Aber natürlich wahr.

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  3. Kim sagt:

    Interessanter Beitrag!!

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