Happy (Meal)

„Es grünt so grün, wo Österreichs Blüten blühen!“, summe und singe ich auf meinem Heimweg von der Uni vergnügt von mir hin und grinse gedankenverloren durch die Gegend. Gerade habe ich meine letzte Bibelwissenschaftsprüfung bestanden, bei einer Professorin die genial aber auch absolut gefürchtet ist. Beides wird nicht zu Unrecht von ihr behauptet. Wir sind uns sehr ähnlich, sie und ich, was unseren Beziehungsstart ein bisschen holprig machte, aber im letzten Jahr war es einfach nur mehr fantastisch und ich genoss meine letzten Lehrveranstaltungen unter ihrer Führung.

„Das war sie jetzt also“, sage ich zu mir und kann immer noch nicht so ganz fassen, dass sich mein Studium von jetzt an nicht mehr mit der reinen Bibelwissenschaft beschäftigen wird. Eine fordernde Disziplin. Vor allem das Erste Testament. Gerade habe ich sie so wirklich lieben gelernt. Gegen Ende meines Studiums. Nicht, dass sie jetzt überhaupt keine Rolle mehr spielt, weil sie für meine Diplomarbeit schon noch in Teil-Disziplinen von Relevanz ist, aber ihr wisst schon….es wird eben keine Prüfungsgespräche mehr dazu geben. Ich habe offiziell auf meiner Uni ‚ausgelernt‘ oder bin zumindest hat man mich ‚ausgelehrt‘. Lernen werde ich natürlich nach wie vor.

Ich schlendere also von meiner Fakultät den kurzen Weg zu meiner Wohnung 20170309_102711heim und fühle mich leicht, auch wenn ich noch nicht so ganz verstanden habe, was das jetzt wirklich bedeutet. Ich kann meine Zenger-Ausgabe zum Beispiel erst mal für eine seeeehr lange Zeit in mein Bücherregal stellen. Davon träume ich schon seit drei Jahren 🙂 Es ist ein sonniger, nicht-zu-kalter-nicht-zu-warmer März-Tag an dem einfach alles passt. Alles ist perfekt.

Als ich den Gehweg zu meinem Wohnhaus einschlage, stelle ich fest, dass eines der Bäumchen vor unserer Tür seine rosa Blüten sprießen lässt. Es ist das erste in einer Reihe von frühlingshaften Sträuchern neben dem Eingangstor. Mein Herz hüpft höher und ich lache. Jedes Jahr freue ich mich auf den Frühling und meine Grundstimmung hebt sich schlagartig, wenn ich an den blühenden Bäumen bei uns vorbei gehe, aber diesen Frühling hat es noch eine andere Bedeutung. Diesen Frühling schreit es noch mehr nach Neuanfang und Neubeginn und Neu als sonst. Alles ändert sich und das erste Mal in meinem Leben freue ich mich deswegen, bin richtig extatisch. Veränderung macht mir keine Angst mehr.

Und plötzlich weiß ich es, spüre es: Ich bin happy. Sowas von happy! Ganz alleine. Ganz mit mir selbst. Ganz bewusst. Ich bin happy. Ich hoffe du bist es auch.

Von jetzt an, kein (Un)Happy Meal mehr 🙂

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Genau das ist es! Dieses Gefühl wenn Du plötzlich merkst, dass es Dir (wieder) gut geht und das von niemand anderem ausgeht außer von Dir selbst. Ich weiß genau wie es Dir geht, weil es bei mir auch noch ziemlich frisch ist – und es ist toll! 😉

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    1. Ja das ist es!!!! *yeay us* 😄😄😄

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